Ich weiß nicht, ob ihr euch noch an meine Klettertour im Orosí-Tal erinnert, aber diesen Samstag gab es den zweiten Teil. Los ging es in die Berge bei Heredia und der ganze Spaß fing an. Zuerst wanderten wir eine breite wunderschöne Allee hinauf und genossen einen unglaublichen Ausblick auf das Central Valley. Die Kühe grasten neben uns auf den Wiesen und ich kam mir vor wie in Bayern. Echt wunderschön dort! Vor allem, als beim Rückweg die Sonne langsam unterging und alles in ein warmes Licht tauchte.
Doch die Straße war erst der Anfang, denn unser Ziel war das private Nebelwaldreservat Cerro Danta. Die Straße endete und wurde durch einen matschigen, von Hortensien gesäumten Pfad ersetzt und plötzlich war ich ganz froh um meine Wanderschuhe, denn es wurde sehr rutschig. Irgendwann kamen wir dann beim Reservat an und waren schon alle etwas erschöpft, doch hinein ging es in den Nebelwald. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, denn es regnete nicht. Aber natürlich war der obligatorische Nebel da und es war kalt. Doch das merkten wir nach einiger Zeit gar nicht mehr, denn der Wanderpfad war eher ein steiler Kletterpfad!
Stundenlang ging es bergauf und bergab, vorbei am Wasserfällen, über kleine Bäche und durch zugewucherte Stellen. Als wir langsam nicht mehr konnten, fiel unserem Koordinator auf, dass er sich nicht mehr so ganz sicher war, wo wir sind und so liefen wir alles wieder zurück. Als wir dann nach der siebenstündigen Wanderung endlich wieder unseren Bus sahen, wurden es selbst den Sportlichen unter uns etwas leichter ums Herz. Aber trotzdem war es ein unglaubliches Erlebnis und hat sich definitiv gelohnt!
Am Abend war in San José das Festival de la Luz, eine Parade mitten durch die Stadt mit Cheerleader, Marschkapellen, große, bunte, funkelnde Umzugswägen und natürlich ganz viel Licht und Glitzer.
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