Mittwoch, 4. November 2015

Wale so weit das Auge reicht - oder etwa doch nicht?


Sonntag, 01.11.2015:      Um fünf Uhr holte uns der Bus ab, denn es ging mit einer geführten Tour an die Pazifikküste zur Walbeobachtung, denn in Bahia Ballena sollte es sicher Wale geben. Auf dem Weg dorthin führte die Autobahn vorbei an wunderschönen Tälern in denen noch der allmorgendliche Nebel lag- einfach beeindruckend! 

Dann hielten wir bei einer Brücke an, wo unten im Wasser bestimmt 15 riesige Krokodile faulenzten, manche verharrten im Wasser und trieben immer an der selben Stelle (!), andere lagen ganz entspannt am Ufer mit offenen Maul. Ich habe noch nie welche in freier Wildbahn gesehen und ich muss sagen, Krokodile sind echt riesig und mega faul! 

Dann ging es immer weiter durch Palmplantagen zur Playa Dominicalito, wo wir an einem Aussichtspunkt Halt machten und dort auf ein Boot stiegen. Drei Stunden ging es auf Walsuche, jedoch haben wir leider keine gesehen (den nur mit Babys tauchen sie alle sieben Minuten aus, ohne nur alle 30 Minuten). Doch es war herrlich wieder auf dem Wasser zu sein! Ich hatte gar nicht gemerkt wie seht mir das Meer gefehlt hat.


Dann schauten wir uns die Ventanas de Osa an, Höhlen auf dem Land und Wasser, die teilweise sogar mit dem Boot durchfahrbar sind und wir gingen bei der Roca de la Ballena baden mit Schwimmweste. Es war fast wie in einer Badewanne, so warm war das Wasser!

 

Das Boot spuckte uns im Nationalpark Marino Ballena aus, und zwar direkt an der Spitze bei Punta Uvita. Die Landzunge des Nationalparks ist wie ein Schwanz eines Wales geformt und wunderschöne Muscheln lagen dort herum - super beeindruckend! Und so hatten wir am Ende doch ein bisschen Wal gesehen. (Leider schwer auf dem Foto erkennbar)


Zur Abkühlung ging es dann zu einem Wasserfall mit eiskaltem, klarem Wasser. Einfach herrlich in den Wasserfall zu springen, von den Wassermassen runtergedrückt und dann wieder herrauskapituliert zu werden! Definitiv eines der Highlights an diesem Tag. Erschöpft, aber mega glücklich kam ich dann um halb zehn nach diesem unglaublich schönen Tag zu Hause an.


Den Fluss Sarapiqui unter den Füßen (etwas verspätet)


Samstag, 24.10.2015:      Morgens kamen wir mit dem Bus in Puerto Viejo de Sarapiquí an, der ehemals wichtigste Ausgangspunkt zu der indigenen Völkern im umliegenden Urwald, heutzutage eine verstaubte, ruhige Kleinstadt. Als wir Ausstiegej traf uns erst einmal der feuchtwarme Schlag! Verschwitzt kamen wir  bei unserem Folgebus an. Denn unser Ziel war nicht Puerto Viejo sondern indigene Grabstätten etwas außerhalb. Die Grabstätten waren jedoch enttäuschend und sahen etwas unecht aus. Aber dann ging es zum Nachbarn und die Reise lohnte sich doch noch. Eine der angeblich längsten Hängebrücken Costa Ricas führte über den Sarapiquí - einfach genial!!!! Unter einem rauschte das Wasser, über einem flogen farbenfrohe Vögel und die Brücke endete im Urwald. Ich war total aus dem Häuschen! Dann ging es einen schmalen Wanderpfad endlang, immer vorbei an Mammutbäumen und Lianen. Es war jedoch super heiß und so kamen wir zufrieden, aber verschwitzt wieder aus dem Urwald raus und fuhren dann müde nach Hause. Ein schöner Tag!


Die indigenen Grabstätten

Eichhörnchen lieben anscheinend auch Kakao 

Mamutbäume am Wegesrand