Morgens ging es auf ca.1400 m Höhe los. Unser Ziel der Chirripó, 3820m hoch und der höchste Gipfel im südlichen Zentralamerika. Drei Tage für den Auf- und Abstieg hatten wir Zeit und ca. 2500 Höhenmeter galt es zu besteigen. Soweit der Plan.
Doch am Mittwoch hieß es erstmal die vierzehn Kilometer lange Etappe zur Herberge zu bewandern. Der Weg war sehr anstrengend, führte aber an wunderschönen Landschaften (Weideland, Regenwald und Nebelwald war vertreten) vorbei, die alles wieder wettmachten.
Schlussendlich kamen wir in der Hochebene an, wo uns der letzte und härteste Kilometer nocheinmal so richtig fordert. Glücklich aber erschöpft landeten wir schließlich in der Herberge. Nach einer eiskalten Dusche wird Karten gespielt und alle freuen sich schon auf das warme Abendessen. Denn obwohl es 10-15 Grad waren, froren wir uns in Pulli, Schal und Handschuhe zu Tode und hätten schwören können, es wären Minusgrade. Die Akklimatisierung hat also schon ganze Arbeit bei uns geleistet!
Die Herberge !!! Endlich!!
Am nächsten Morgen ging es vor Sonnenaufgang auf, denn fünf Kilometer und fünfhundert Höhenmeter fehlten noch zum Gipfel. Der Aufstieg war wieder anstrengend, aber die aufgehende Sonne verzauberte regelrecht die Hochebene.
Dann dachte ich, ich wäre fast da und war schon recht fertig, als hinter einer Anhebung der Chirripo plötzlich auftauchte. Da war erstmal Zeit für eine ausführliche Pause! Dann traute ich mir den Aufstieg zu, die letzten fünfhundert Meter musste man sogar klettern.
Moment des Schreckens
Aber oben angekommen - ohne Worte! Dieses Gefühl ist unbeschreiblich!! Die Aussicht unglaublich! Und all die Anstrengung waren wett gemacht!
Wir konnten leider von der Spitze nicht den atlantischen und den pazifischen Ozean sehen, den es war etwas bewölkt. Trotzdem sah man einen recht entlegenen Vulkan und seine Aschewolke. Das war wirklich beeindrucken!
Der Abstieg ging recht schnell. Mit jedem Meter jedoch fragte ich mich, wie zum Teufel ich das alles hochgestiegen sein konnte. Eine ganz besondere Erfahrung!
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